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Tomorrow - oder wie wir heute schon die Lösungen von gestern nutzen können.

Als eine Antwort auf Gabrieles Kommentar auf Perspektive Daily zum Artikel: https://perspective-daily.de/article/694/1ayFVsJE#/discussions-5146

Gabriele schrieb: "Ich versuche auch, mich irgendwie umweltbewusst zu verhalten. Wenn es aber zum Beispiel darum geht, ob ich jetzt mit dem Fahrrad vier Stunden brauche zum Einkaufen oder eben nur zwei, wenn ich mit dem Auto fahre, fällt die Entscheidung fast immer zugunsten des Autos. So ist es oft, keine Zeit, zu bequem. Zudem kommen mir meine Bemühungen, fair&bio einzukaufen, kritischer dabei zu sein, wenn ich mich frage, ob ich ein Konsumgut jetzt wirklich brauche, oder Geld für den guten Zweck zu spenden, irgendwie mickrig vor. Wieviel trägt das wirklich dazu bei, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, gerechtere Verhältnisse auf dem Planeten zu schaffen?
Ein Energieberater sagte einmal zu mir, dass er in der Ausbildung den Satz gelernt hat: „Die beste Kilowattstunde ist die, die nicht verbraucht wird.“
Letztendlich ist jede Lebensäußerung von uns Menschen mit Verbrauch in irgendeiner Art und Weise verbunden. Was kein Problem ist, solange sich unser System „Erde“ schnell genug regenerieren kann, um wieder Ressourcen für alle bereitzustellen.

Über den Punkt sind wir aber wohl schon rüber.
Mein persönliches Gefühl ist, dass wir an die wirklichen Hebel ran müssten, um das Ruder herumzusteuern. Und dabei ganz wesentlich an den globalen Bevölkerungszuwachs (auf Perspective Daily gab es dazu ja auch schon Artikel).
Die Bevölkerungsentwicklung scheint irgendwie ein Tabuthema zu sein, das jedenfalls nie so laut in der öffentlichen Diskussion zur Sprache kommt, wie das abstraktere Thema „CO2-Einsparung“.

Ich glaube, dass es für uns alle am Ende gesünder wäre, wir würden das Bevölkerungswachstum reduzieren, idealerweise über Anreizsysteme, weniger Kinder zu bekommen (andere Maßnahmen, wie Vorschrift oder Zwang, mag ich mir gar nicht vorstellen).
Damit hätte das System „Erde“ wieder mehr Luft zur Regeneration der Ressourcen, die dann noch entsprechend gerecht verteilt und genutzt werden müssten.

Ist das eine Utopie? Und wer könnte das umsetzen, gemeinschaftlich stark und konsequent?"

Die einfachste Lösung ist immer die, die andere für uns finden.

Also das Bevölkerungswachstum zu reduzieren, betrifft jetzt erst einmal nicht uns (sondern die anderen in Afrika, Südamerika, Südostasien etc) deshalb ist diese Lösung für uns so attraktiv.

Sicher lässt sich die Bevölkerung durch Dikaturen und Kriege und Waffen prima und schnell reduzieren. Um eine Wachstumsverminderung umsetzen, realistisch und ethisch, wäre eine massive Bildungsinitiative für Mädchen und Frauen das einzig sinnvolle meiner Meinung nach. Mehr Bildung (bei Frauen und Männern) führt zu weniger Kindern. Aber das braucht Zeit, also sollten wir das, damit es Klimawirksam wird, am besten 1950 angefangen haben, so dass jetzt weltweit alle Frauen eine höhere Schulbildung haben und die dritte Generation mit vielleicht 2,15 Kindern pro Familie gerade so den Erhalt der Menschheit auf Erden schafft.

Die CO2 Einsparung ist auch durch Bildung möglich, wenn das Bewusstsein dabei wächst. Und dann muss das Bewusstsein zu einer Verhaltensänderung führen, und die Verhaltensänderung zu einem Einfluss in der Gesellschaft und der Umwelt. Braucht auch Zeit.

Wenn wir aber eine Bewusstseinserweiterung schaffen können, die erfasst, was wir da wirklich machen, wenn wir in unser SUV steigen, zum Beispiel indem wir emotional erfassen, dass wir damit uns selbst schaden, führt das wahrscheinlich viel eher zu einer Verhaltensänderung.

Können wir aber die Gesellschaft direkt ändern? Ohne uns selbst zu ändern? Ohne unser Verhalten, unser Wissen, unsere Einstellung und unser Bewusstsein zu ändern?
Nur wenn wir wirklich unsere Bewusstheit verändern und uns klar sind darüber wie unser Verhalten uns und unsere Mitwelt beeinflusst sind wir auch wirklich als Menschen auf unserem Entwicklungsniveau. Wir werden das Weltbevölkerungswachstum in jedem Fall reduzieren, das ist in meinem Verständnis schon jetzt garantiert.
Nur als Menschen haben wir es theoretisch in der Hand, ob dies durch Hungerkatastrophen / Wassermangel inklusive Massenwanderungen und Kriege geschieht die unsere, oder die nächsten Generationen betreffen, oder ob wir uns selbst kontrollieren, unsere Gesellschaften ändern.

In dem Film [Tomorrow](https://www.tomorrow-documentary.com/) siehe auch
https://tomorrow-derfilm.de werden Lösungen aufgezeigt, wie es auch anders gehen kann, nämlich durch Lösungen in der Wirtschaft, in der Landwirtschaft, in Städteplanung, Energieversorgung, Bildung, etc.

Lösungen sind möglich, es gibt Wege, die schon gegangen werden, aber alle umfassen eine Kooperation zwischen Menschen, gemeinsames Anfassen der Probleme, herunterbrechen auf das Verhalten. Und alle beinhalten eine Dezentralisierung.

Wir können uns nicht darauf verlassen, dass "die Politik" sich ändert, "die Politik" macht, was wir wollen. Wenn wir SUV fahren wollen und das tun, fördert die Politik die Automobilindustrie mit noch mehr größeren Autos im wahnsinnigen Individualverkehr und Arbeitsplätze werden in Städte verlagert, Wohnungen dort nicht mehr bezahlbar, das Land durch Straßen zerstört die mit Plastikbechern gesäumt sind, über die Flugzeuge fliegen, die ihr überflüssiges Kerosin über dem nächstbesten Wald ablassen. Weil die Leute sich dort wo sie wohnen nicht wohlfühlen und möglichst oft wegfliegen wollen.

Dezentralisierung bedeutet, dass wir in Kooperation mit unseren nächsten Nachbarn in unserer Nachbarschaft frische BioLebensmittel anbauen (Urbangardening https://de.wikipedia.org/wiki/Urbaner_Gartenbau, Permakultur https://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur), wenig oder keine tierischen Nahrungsmittel zu uns nehmen, unsere Energie durch lokale Quellen (Solar / Wind / Wasser /Biomasse z.B. https://www.naturstrom.de/) uns ausreicht, weil wir sparsam sind (z.B. Lehmbau o.ä -https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologisches_Bauen ) , weniger Wohnraum unser eigen nennen (Tiny Housing) und kein eigenes Auto nutzen (Carsharing), sondern es teilen, unseren Kindern das Teilen schon von frühauf beibringen (Erziehung) etc etc. und unseren Einfluss direkt auf unsere Unternehmen ausüben (Kooperativen / Genossenschaften https://de.wikipedia.org/wiki/Genossenschaft) und somit weniger frustriert mit dem ganzen System sind und weniger fern reisen müssen, stattdessen eine Wanderung oder Fahrradtour als Urlaub ausreicht.Die Methoden sind da, sie bedeuten mehr Komfort, weil eben das Auto zum Shoppen gar nicht gebraucht wird, denn das Gemüse wächst vor der Türe und was nicht, wird einfach durch einen gemeinschaftlich organisierten Transport beigeschafft. (z.B. Solawi https://www.solawi-darmstadt.de/)

Wenn es von weiter her kommt (Pfeffer), mit einem Segelschiff (https://www.treshombres.eu/story, oder eher nicht http://nextgeneration-cargo.com/?)
siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=4UfpkRFPIJk

Weiter unten in der Diskussion ging es noch um die Frage, ob wir überhaupt eine Wahl haben, es wurde das Argument hervorgebracht, dass das Leben immer anderes verdrängt, Leid zufügt und dazu wurde etwas diskutiert.
[...] die Diskussionen hier sind so wertvoll, sehr sehr schade, dass sie hier sehr abgekapselt bleiben und nicht über die Perspektive-dailysphäre hinaus scheinen können und mehr Menschen erreichen.
Wie können wir das gemeinsam anstellen? Ich möchte auch darauf hinweisen, dass es sehr Ressourcenintensiv ist, immer wieder in die Kommentarseite zu gehen und zu suchen wo etwas relevant neues geschrieben wurde.
[...]
Wie eröffnen wir hier unsere Perspektiven? Was konkret ergibt sich aus den Diskussionen? Dazu muss ich auch sagen, euch allen, wie dankbar ich für dieses Forum bin und dass es Einfluss auf mein Leben hat.
Konkret beschäftigt mich sehr dieses letzte Thema der sinnvollen Arbeit, wie können wir die fördern? Wir können wir hier diskutieren und dann sind wir in unserem Arbeitsalltag 8 oder mehr Stunden täglich in nicht so sinnvolle Tätigkeiten eingebunden. Natürlich ist das schwierig, zu dem Thema hatte ich auch vor erscheinen des Artikels diese Seite gerade erst besucht: https://www.permaculture.co.uk/confession-of-a-hypocrite-utopia-in-the-a...
Unter anderem weil hier auch noch einmal konkret belegt wird, was nachhaltig bedeutet, für mich als spirituellen Menschen vor allem erst einmal Bewusstsein für unsere Situation, umfassen, facettenreich und möglichst von einer Metaebene zu erlangen.
Natürlich können wir Parallelen zwischen den Tieren, Pflanzen und anderen Lebewesen und dem Menschen ziehen, ein Unterschied ist jedoch das Bewusstsein und unsere Denkfähigkeit und Fähigkeit zur Technologie die uns von allen anderen in gewissen Grenzen unterscheidet. Wir sind zum Beispiel in der Lage uns zu entscheiden, im Islam ist das die herausragende Unterscheidung zu allem belebten und unbelebten, was in den Universen existiert. ALLAH hat hier dem Menschen die Möglichkeit gegeben der Schöpfung zu dienen, oder dies abzulehnen und gegen die Naturgesetze oder die natürlichen Kreisläufe zu arbeiten. Im Islam haben alle anderen Lebewesen und auch Berge, Steine etc ebenfalls diese Wahl bekommen, aber abgelehnt, sie beschränken sich darauf den Naturgesetzen zu folgen, inklusive fressen und gefressen werden etc. Dadurch sind sie allerdings auch begrenzt, sie haben Grenzen ihrer Ernährung, Einschränkungen der Lebensräume etc. Der Mensch lebt aber überall, durch Wissen kann er sich rein vegan ernähren, oder rein tierisch, in der Wüste oder der Arktis leben. Wir können Erkenntnis erlangen über notwendige Kreisläufe, so dass wir uns eine Möglichkeit schaffen können, begrenzt auch im Orbit der Erde zu leben (siehe auch https://youtu.be/4UfpkRFPIJk)
Gleichzeitig wird von den meisten Menschen mehr Zeit und Geld darauf verwandt, dieses Wissen zu ignorieren und anderen Leid zuzufügen, auch uns selbst Leid zuzufügen als Zeit und Geld dafür aufgewandt wird das Leid zu reduzieren.
Wir haben die Möglichkeit uns zu entscheiden und der Artikel hier finde ich hat gut dargelegt, dass unsere Entscheidung eben nicht durch andere wertgeschätzt wird, wenn sie versucht nachhaltig zu sein.
Ein Grund ist, dass sie (die gelebte Entscheidung für besseres Verhalten) den Menschen ein schlechtes Gewissen macht, auch ohne erhobenen Zeigefinger die sich eigentlich besser benehmen könnten, aber es nicht tun. Wir kennen dieses Phänomen in der Psychologie als Abwehrmechanismen.
Wenn wir diese Abwehrmechanismen erkennen können und sie ausschalten können gewinnt die Vernunft, oder der Altruismus die Oberhand und wir können uns gesunder verhalten, dazu braucht es Bewusstsein.
That's why they can "kill our prophets, while we stand aside and look."

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