Medizin zur Gesundheitsförderung

Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit. (siehe auch die WHO Definition von Gesundheit1) und daher können wir uns auch um die Gesundheit kümmern, wenn wir sie als einen dynamischen Zustand anschauen. Gesundheit ist nichts statisches, sondern immer eine Anpassungsfähigkeit an die äußeren und inneren Umstände. Das ist das Bio-Psycho-Soziale Modell der Gesundheit beziehungsweise der Medizin.

Wenn wir eine erst Krankheit behandeln, die bereits starke Symptome zeigt, ist das wie wenn wir einen Brunnen graben, weil wir durstig sind, oder anfangen Waffen zu schmieden, weil die Stadt belagert wird, - es ist zu spät23

Wir haben einen Einfluss auf unsere eigene Gesundheit. Krankheit ist also nicht nur körperliches oder psychisches Schicksal, sondern kann beeinflusst werden. Tatsächlich gibt es keine Erkrankung die entweder psychisch, oder physisch (somatisch) ist, sondern es muss klar sein, dass jede Störung unserer Kapazität uns den Umwelteinflüssen anzupassen keine Trennung zwischen Psyche und Soma, zwischen Selbst und Umfeld zulässt. Wenn wir die weltweiten Todesursachen betrachten können wir eine Entwicklung beobachten die uns aufzeigt, wie wir Gesundheit fördern können.4 Zum Beispiel indem wir die Hauptrisikofaktoren für diese Todesursachen vermindern.

Hygiene

Wenn wir nur das kleinste bisschen Dreck aus unserem Umfeld entfernen, tun wir etwas für unsere eigene Gesundheit.

Körperhygiene

Etwas verrückt und zu einer psychischen Störung und Erkrankung wird unsere Lebenssituation, wenn die Körperhygiene falsch verstanden wird und zu einem Zwang degeneriert, so dass alles desinfiziert und mikrobiell rein sein muss, das ist nicht lebensfähig. Wir müssten mit Sauerstofftank herumlaufen und in Reinräumen leben.

Dadurch enstünden in Folge soziale Folgen (Zum Beispiel könnte in der höchsten Konsequenz keine Begegnung mehr stattfinden, kein Körperkontakt mit anderen Lebewesen, letztendlich würde das zum Aussterben der Spezies Mensch führen) Aber schon in moderaten Formen der Zwangsstörung in Bezug auf Sauberkeit werden immense zeitliche Ressourcen aufgebraucht, was ein soziales leben und arbeiten verunmöglicht. Andererseits entstehen direkt körperliche Folgen (zum Beispiel Mangelernährung bei Zwangsstörung, Hautschäden durch exzessive Reinigung mit Wundinfektionen) Langfristig entstehen durch übermäßige Hygiene möglicherweise mehr Allergien5

Andererseits wiederum führt es ebenso zu einer psychischen Störung wenn sie im Gegenteil Unterlassung von jeglicher Hygiene bedeutet. Diese Psychische Störung ist auch nicht trennbar von einer sozialen (stinkt und hat keine Freunde) und einer körperlichen Störung (Infektionen durch mangelnde Hygiene). Es gibt schlicht keine Trennung dieser scheinbaren Anteile.6

Psychohygiene

Hygiene bedeutet aber auch eine eher psychische Komponente, zum Beispiel die Schlafhygiene, Hygiene in Bezug auf Mediennutzung, Hygiene in Bezug auf reduzierte Arbeitsbelastung, Gespräche zur Entlastung, Übungen zum Spannungsabbau und natürlich Psychotherapie im präventiven Sinn.

Sozialhygiene

Hygiene in Bezug auf die kleinere und größere Umwelt  bedeutet die Wahl von Partnern und Freunden, (hier ist eine gute Durchmischung der Gene sinnvoll, keine Verwandschaftsehe zum Beispiel). Dazu gehören aber auch Umweltschutz Smog (vom Individualverkehr mit Verbrennungsmotoren) in Innenstädten führte zu Lungenerkrankungen., Naturschutz (Begradigung von Flüssen führt zu Überschwemmungen oder Trockenperioden und Hunger) und Artenschutz (sowohl von Pflanzen als auch von Tieren). Tierschutz und Tierwohl sind ebenso relevant für unsere körperliche und geistige Gesundheit. (Beispiel: Massentierhaltung führt zu Antibiotikaresistenzen, zur Verbreitung von Krankheitserregern (BSE7, Coronaviren8, Influenzaviren9 etc,))